Parodontose

Auch wenn der Begriff Parodontose (Synonymie: Alveolaratrophie) weit verbreitet ist, handelt es sich dabei immer – fachlich korrekt ausgedrückt – um eine entzündliche Parodontitis.

Bei der Parodontose geht der Zahnbettschwund primär vom Knochen aus und Bindegewebe und Zahnfleisch folgen. Es treten keine vertieften Zahnfleischtaschen auf und das Zahnfleisch zeigt keine erhöhte Blutungsneigung. Typisch ist, dass nahezu gleichzeitig das gesamte Gebiss betroffen ist und es erst relativ spät zur Zahnlockerung kommt. In der aktuellen wissenschaftlichen Fachliteratur wird der Begriff Parodontose nur noch unter historischen Gesichtspunkten erwähnt. Die beschriebene Begriffsdefinition, die einen parodontalen Knochenabbau ohne Entzündung beschreibt, ist klinisch nicht existent oder aber eine absolute medizinische Rarität. In der aktuellen Klassifikation der Parodontalerkrankungen taucht der Begriff nicht mehr auf.

Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Parodontitis

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Aktueller Stand des Zahntechnik-Lexikon: 01.01.2010