Zahnschmelz

Der Zahnschmelz (gr. Enamelum, früher lat. Substantia adamantinea) ist die äußere Schicht der Zähne der Landwirbeltiere (Tetrapoda) und liegt im Bereich der Zahnkrone dem Dentin auf.

Im Körper des Menschen ist Zahnschmelz das härteste Gewebe (Mohshärte 5[1]). Er enthält Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium und Carbonat, daneben Protein und Fett. Schmelz ist zu 95 % anorganisch und besteht weitgehend aus dem Phosphat Hydroxylapatit [Ca5(PO4)3OH]x2. Diese Substanz ist säurelöslich.

Elektronenmikroskopisch besteht Zahnschmelz aus bandförmigen Kristalliten, die in Bündeln gruppiert sind. Diese werden als Prismen bezeichnet und verlaufen meist perpendikulär (im 90°-Winkel) zur Schmelzoberfläche. Schmelzprismen sind jedoch auf die Zähne der Säugetiere beschränkt. Schmelz zeigt entsprechend seinem Bau ein Farbspektrum, das von rötlich bis blaugrau reicht. Durch die Lichtbeugung an den kleinsten Bestandteilen kommt es zu einem Schillern. Des Weiteren zeigt er eine Opaleszenz.

Zahnschmelz wird ontogenetisch im Ektoderm in einem besonderen Schmelzorgan von Adamantoblasten durch Biomineralisation gebildet, Zellen epithelialen Ursprunges, die der Hertwigschen Epithelscheide entstammen.

Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnschmelz

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Aktueller Stand des Zahntechnik-Lexikon: 01.01.2010